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Ein Monat zum Entspannen

Ein Monat zum Entspannen

In der Zeit von Weihnachten bis Ende Januar sind in Neuseeland die Familien mit Kind und Kegel unterwegs und geniessen die Sommerferien. Um den vollen Campingplätzen und den Autokolonnen zu entgehen, durfte ich diese Zeit bei meinen Freunden Gaby und Tom Weber verbringen – ein herzliches Dankeschön an die beiden. Ich habe einige Veranstaltungen besucht, mich im Garten nützlich gemacht, wir haben ab und zu etwas unternommen, gut gegessen, die Zeit genossen und die Hängematte im werdenden subtropischen Wald von Tom wurde mein Lieblingsplatz.

Mount Aubrey

Einer der Ausflüge führt uns zum «Mount Aubrey». Der steile Aufstieg wird belohnt mit einer schönen Aussicht auf den «Mount Manaia» und die Marsden Raffinerie.

Am Samstag, 12. Januar 2019 mache ich mich auf zum Rodeo im Maungatapere. Bereits am Eingang wird mir gesagt, dass das Fotografieren nicht möglich sei. Nach dem Vorweisen des Presseausweises und der Versicherung, dass ich nicht zu den Aktivisten gegen Rodeos gehöre, werde ich schliesslich eingelassen. Nach ein paar Schritten höre ich den Stationsprecher sagen: «I can see a big camera over there.». Damit bin ich gemeint. Ein paar Minuten später legt mir eine herangeeilte Dame mit passendem Lederhut und Cowboystiefeln nahe, ich müsse wieder gehen. Beim Empfang zahlt man mir den Eintritt zurück und das wars.

Whangarei Speedway

Eine Woche später, auf dem Whangarei Speedway habe ich mit dem Fotografieren keine Probleme. Mir machen eher die Temperaturen von fast 30 Grad und der Staub zu schaffen. Die Naturbelagspiste muss dauernd besprüht werden damit nicht alles im Staub versinkt. Hier kann ich hautnah erleben was mit «Petrol-heads» (so bezeichnen sich in Neuseeland die Autofans) gemeint ist. Die gesamte Familie, meist mit dem Camper angereist, macht bei den Rennen mit. Ich staune nicht schlecht, als nach dem Rennen Jungs dem Auto entstiegen, die auf öffentlichen Strassen nicht mal fahren dürfen.

Whananaki und «Tauwhara Bay»

Ein weiteres gemeinsames Ziel war Whananaki. Wir überqueren die längste Fussgängerbrücke (395 Meter) der südlichen Hemisphäre. Unweit davon führt uns ein kurzer Weg vom Campingplatz an der «Otamure Bay» zur «Tauwhara Bay», ein idealer Platz zum Entspannen und Geniessen.

«Street Prints Manaia» in Whangarei

Kurz vor meiner Weiterreise besuche ich die «Street Prints Manaia» in Whangarei. An verschiedenen Orten in Whangarei kann man den Künstlern bei der Arbeit zusehen und staunen wie mit Pinsel und Sprühdose die gewaltigen Werke entstehen. Einige sind so realistisch, dass man sie für Fotografien halten kann.

Bis zur Überfahrt auf die Südinsel habe ich eine Woche Zeit und diese möchte ich nutzen via die Coromandel Habinsel und dem «East Cape» nach Süden zu gelangen. Beim Besuch vor einigen Wochen hatte ich Wetterpech. Und ich werde bereits am ersten Tag nicht enttäuscht: die Strasse der Küste entlang von Thames nach Coromandel Town ist atembraubend. Am kommenden Tag geniesse ich vom «Tokatea Hill» einen fantastischen Blick auf Coromandel Town und die vorgelagerten Inseln.

Muriwai Hilltop Walk

Die mehr als 20 Kilometer Schotterstrasse (Gravel Road) an die nördliche Spitze der Coromandel Halbinsel nach Port Jackson lohnen sich. Auf dem «Muriwai Hilltop Walk» habe ich einen weiten Blick auf die Bucht und das offene Meer.

New Chums Beach

Den Besuch der «New Chums Beach» kann ich ebenfalls nachholen. Sie ist trockenen Fusses nur bei Ebbe zu erreichen.

East Cape

Auch am «East Cape» ist mir das Wetter gut gesonnen. Ich kann die lange Strecke bei Sonnenschein geniessen, die Kirche von Raukokore besuchen und über den grössten Pohutukawa in Te Araroa staunen.

Der Tag der Überfahrt von der Nord- auf die Südinsel rückt näher. Am 4. Februar 2019 um 13:30 Uhr startet die Bluebridge-Fähre in Wellington (Nordinsel) mit dem Ziel Picton (Südinsel).

Link zu den Fotos der Nordinsel

Start mit zwei Veranstaltungen ins Jahr 2019

Start mit zwei Veranstaltungen ins Jahr 2019

Nach dem Eintreffen in meinem Sommerquartier bei Gaby und Tom Weber in Whangarei und einem gemütlichen Weihnachtsfest bei ungewöhnlich warmen Temperaturen besuche ich einige Ausflüge unternommen und Veranstaltungen.

Wairua Falls

Ein erster Ausflug führt mich und Tom zu dem «Wairua Falls». Nachdem es über die Weihnachtstage reichlich geregnet hatte, dürfen wir mit genügend Wasser rechnen und dem ist auch so. Die pralle Sonne veranlasst mich das Graufilter zu montieren und damit zu fotografieren. Dabei muss ich allerdings so stark abdunkeln, dass das Filter an seine Grenzen stösst und unerwünschte Farbeffekte produziert; aus diesem Grund muss ich einige Bilder in Schwarzweiss umwandeln.

«Matapouri Bay» und «Whale Bay»

Beim nächsten Ausflug an die «Tutukaka Coast» sind neben Gaby und Tom auch noch einige Freunde dabei. Die Wanderung führt von der «Matapouri Bay» zu den «Mermaid Pools» und danach zu der «Whale Bay» die mit blühenden Pokutukawa-Bäumen gesäumt ist. Bei so vielen Gartenfreunden in der Gruppe ist es danach Pflicht sich bei Geschäften mit subtropischen und lokalen Pflanzen einzudecken. Dies weckt mein Interesse und wir besuchen die «Whangarei Quarry Gardens» an Silvester.

Waipu Highland Games

Bereits seit einigen Wochen begegnete ich Werbeplakaten für die «Waipu Highland Games». Darum mache ich mich am ersten Tag des Jahres 2019 auf nach Waipu, eine knappe Autostunde entfernt von Whangarei. Die Tradition der Spiele ist bald Tausend Jahre alt, in Waipu werden sie 2019 zum 148. Mal durchgeführt. In Waipu wurde in den 1850er Jahren eine namhafte Anzahl von schottischen «Highlandern» von Norman McLeod angesiedelt. Mit Stolz werden die Wappen der Clans und Kostüme präsentiert, um sportliche Ehren gekämpft, in Musik- und Tanzwettbewerben die Besten erkoren und zusammen ein Bier getrunken, ein McLeod natürlich.

Mangawhai Cliff Walkway

Das Ziel einer weiteren Wanderung mit Gaby und Tom ist der «Mangawhai Cliff Walkway». Da beim Rundgang ein Weg der Küste entlang führt, kann er nur bei Ebbe absolviert werden. Der Blick nach Süden Richtung «Te Arai» und «Cape Rodney» ist atemberaubend.

Pferderennen in Ruakaka

Einen weiteren Termin den ich mir notiert habe, sind die Pferderennen in Ruakaka. Auf der 1850 Meter langen Bahn werden am Nachmittag im Halbstundentakt Rennen mit einer Distanz von 1’200 bis 2’100 Meter durchgeführt. Für mich die perfekte Gelegenheit Pferderennen aus nächster Nähe kennen zu lernen.

Link zu den Fotos der Nordinsel