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Kriegserinnerungen

Kriegserinnerungen

Mit einigen Tagen Verspätung wegen den starken Regenfällen in der Region des «Fox Glacier» komme ich nach langer Autofahrt an der Westküste an und mache als erstes Halt in Greymouth. Ein Ziel in den kommenden zwei Wochen ist die Airshow «Omaka Classic Fighters» in der Nähe von Blenheim.

Coal Creek Falls

In der Nähe befinden sich die «Coal Creek Falls». Mit etwas Glück und Geduld kann ich die Gischt des Wasserfalls in den Strahlen der Morgensonne fotografieren.

Brunner Mine Site

Eine weitere Station an diesem Tag ist «Brunner Mine Site». Es war eine der ersten Industrieanlagen in Neuseeland. Die gewonnene Kohle wurde zu verschiedenen Produkten verarbeitet. Unrühmliche Bekanntheit erlangte die Mine wegen einer Gasexplosion 1896 unter Tage die 65 Tote forderte.

Motukiekie Beach

Für den Besuch der «Motukiekie Beach» muss ich die Ebbe abwarten, denn sonst ist der Strand nicht zugänglich. Die Wasserschuhe sind Pflicht, es muss ein Zufluss überwunden werden. Ich geniesse die Wanderung an diesem eindrücklichen Küstenzug bei bestem Wetter.

«Hokitika Gorge» und «Lake Kaniere Walk»

Die «Hokitika Gorge» ist vor allem bekannt wegen der hellblauen, milchigen Farbe des Flusses. Bei meinem Besuch hatte der Fluss allerdings ein graubraune Farbe, wahrscheinlich wegen des vielen Schwemmmaterials nach den starken Regenfällen. Auf dem unweit davon gelegenen «Lake Kaniere Walk» schwirren viele Fantails (Fächerschwänze) um mich herum. Sie sind an den Insekten interessiert die den Menschen folgen und kommen daher sehr nahe. Es gelingt mir nun endlich von diesen wirbligen Vögeln einige brauchbare Fotos zu machen.

«Punakaiki Pancake Rocks» und «Truman Track»

Bevor ich bei Flut die «Punakaiki Pancake Rocks» besuche, mache ich eine kurze Wanderung auf dem kurzen «Truman Track» durch einen subtropischen Wald. Am Ende gibt es beeindruckende Sandsteinformationen und einen kleinen Wasserfall direkt an der Küste zu bestaunen.

Die einzigartigen Kalksteinformationen der «Punakaiki Pancake Rocks» sind ein Touristenmagnet und daher auch gut besucht. Aus den sogenannten «Blowholes» (Blaslöchern) wird Luft durch die Wellenbewegung des Wassers geblasen und manchmal ist auch ein feiner Nebel zu sehen. Dies ist fotografisch schwierig festzuhalten. Zum Glück bildet sich ein feiner Regenbogen und da lässt sich der Nebel erahnen.

Pororari River

Ein gemütlicher Spaziergang am Nachmittag führt entlang des «Pororari River» durch sattes Grün in einer imposanten Schlucht mit hohen Kalksteinwänden.

Oparara Basin Arches

Die Reise geht weiter nach «Carters Beach» in der Nähe von Westport. Von dort aus fahre ich am Folgetag Richtung Karamea, die nördlichste Stadt an der Westküste die von Süden zugänglich ist. Noch weiter nördlich befinden sich die «Oparara Basin Arches» im «Kahurangi National Park». Am Eingang des Parks steht eine Schranke die nur Autos mit einer maximalen Höhe vom 2.8 Meter zulässt, mein Wohnmobil ist jedoch drei Meter hoch. Das heisst: die Strecke von 14 Kilometer auf der unebenen, steilen Schotterstrasse mit Fahrrad und zu Fuss bewältigen. Ich schaffe die Strecke hin und zurück in drei Stunden, ein hartes Stück Arbeit. Der Aufwand wird entschädigt durch die gewaltige «Moria Gate Arch». Es ist ein einmaliges Gefühl in dieser Höhle zu stehen, durch die ein Fluss führt und an beiden Seiten durch einen Torbogen abgeschlossen wird.

Cape Foulwind

Am nächsten Tag muss ich wieder auf die Gezeiten achten, denn der Strand des «Cape Foulwind» ist nur bei Ebbe zugänglich. Ich geniesse den Strandspaziergang bis zum Sonnenuntergang und zur Blauen Stunde mit vielen interessanten Steinformationen.

Abel Tasman National Park

Ich verlasse die Westküste nach zwei Regentagen in Richtung «Tasman Bay», diese liegt im Norden der Südinsel Neuseelands. Im «Abel Tasman National Park» unternehme ich mehrere Wanderungen unter anderen zur «Anapai Bay», «Mutton Bay» und «Coquille Bay».

Paturau Beach

Der letzte Teil des Weges zur «Paturau Beach» führt über eine kilometerlange Schotterstrasse, die eher eine feuchte Dreckstrasse ist.  Mein Wohnmobil wird auf beiden Seiten und unten mit einer Schicht Dreck überzogen. Am Folgetag kann ich das Abwasser nicht entleeren, das Abflussrohr ist mit dem getrockneten Dreck zubetoniert. Die eindrücklichen Stein- und Felsformationen an der «Paturau Beach» sind die Mühen aber wert.

Farewell Spit

Der grösste Teil des «Farewell Spit», sandiger Arm im Norden der «Golden Bay», ist nicht öffentlich zugänglich. Mit einer Tagestour der «Farewell Spit Tours» kann ich diesen speziellen Ort dennoch besuchen. An den Haltestellen «Cape Farewell», «Fossil Point», dem Leuchtturm, den Dünen und der Fahrt entlang des «Farewell Spit» erhalte ich einen guten Überblick dieser einzigartigen Ecke der Südinsel.

Rawhiti Cave

Am Wochenende an Ostern findet im Omaka (nahe Blenheim) die Airshow «Omaka Classic Fighters» statt. Auf dem Weg dorthin mache ich Halt bei der «Rawhiti Cave» in der Nähe von Motupipi. Ich bestaune minutenlang die grosse Zahl der gewaltigen, meterlangen Stalaktiten am Höhleneingang.

Airshow «Omaka Classic Fighters»

Die Airshow «Omaka Classic Fighters» findet im Jahr 2019 an drei Tagen statt. Am Freitag, dem Tag den ich gewählt habe, ist das Programm nicht so dicht gedrängt. Ich habe viel Zeit mich im Gelände um zu sehen. Im Gegensatz zur Schweiz hat Neuseeland an beiden Weltkriegen aktiv teilgenommen. Der Bezug zu dieser kriegerischen Zeit ist somit viel unmittelbarer und es ist wenig erstaunlich, dass ich während meiner Reise etlichen Denkmälern begegnet bin. Auf dem Gelände treffe ich auf viele Leute in Originaluniformen und sehe einiges Kriegsgerät aus der Zeit der beiden Kriege. Während des ganzen Tages werden Trainingsflüge und Flüge mit Besuchern durchgeführt. Das offizielle Flugprogramm beginnt am späten Nachmittag und dauert zwei Stunden.

Link zu den Fotos der Südinsel