Am 9. Oktober 2018 konnte ich nach einigen Tagen Wartezeit mein Wohnmobil am Hafen in Auckland in Empfang nehmen. Äusserlich hat der Mercedes Sprinter die Fahrt gut überstanden, aber das Innenleben hat gelitten. Der Bildschirm des Kommunikationssystems blieb schwarz, die Stützbatterie schien leer zu sein. Da auch das Navigationssystem nicht funktionierte, war wieder Kartenlesen angesagt; zum Glück war dies für mich nicht neu. Nach der Erledigung des Papierkrams musste ich beim Strassenverkehrsamt (in Neuseeland VTNZ) antreten um das Wohnmobil einem Certificate of Fitness zu unterziehen, es gab nichts auszusetzen; beim Problem mit der Elektrik konnte man mir aber nicht weiterhelfen. Ich suchte zwei Firmen auf, die eine hatte keine verfügbaren Leute, die andere schlossen gerade (es war kurz vor 16 Uhr). Da gab es nur eines: zurück an die Princes Wharf und die letzte Nacht geniessen.

Am Tag darauf hiess es Zimmer räumen und den ganzen Kram ins Wohnmobil verfrachten. Danach gönnte ich mir nach dem Einkaufen eine Mittagspause mit einem letzten Blick auf die Skyline von Auckland. Um mein Wohnmobil in Betrieb zu nehmen, muss es mit Gas ausgerüstet werden. Obwohl ich ein halbes Dutzend Übergangsstücke gekauft habe, passte natürlich keines. Dank der Hilfe eines Mechanikers in der Nähe des Propanverkäufers und etwas Fantasie bin ich nun mit Gas ausgerüstet. In den nächsten Tagen wird hoffentlich auch mein Problem mit der Elektrik gelöst.

Die Grösse meines Wohnzimmers hat sich von 70 Quadratmetern auf 7 reduziert und ich geniesse nun die Nacht in gemütlich, enger Umgebung auf vier Rädern.

All die elektronischen Geräte die wir täglich nutzen, benötigen Batterien oder Akkus und diese müssen für Reisen transportiert werden. Die Gefahr die davon ausgehen kann, ist meist nicht unmittelbar ersichtlich. Das Bundesamt für Zivilluftfahrt (BAZL) gibt auf der folgenden Seite bekannt was erlaubt und was verboten ist.

Ein besonderes Augenmerk gilt den Lithium-Batterien und -Akkus; diese sind im aufgegebenen Gepäck grundsätzlich verboten. Falls sie eine maximale Spannung von 12 Volt haben, eine innere Energie von höchstens 100 Wh haben und der «Special Provision» A67 der «International Civil Aviation Organization» genügen, dann dürfen zwei Stück auch im aufgegebenen Handgepäck mitgeführt werden; weitere Details siehe auf der Webseite des BAZL.

Lithium-Batterien und -Akkus (innere Energie bis 160 Wh) sollten daher grundsätzlich im Handgepäck mitgeführt werden, Details siehe auf der Webseite des BAZL.

Beispiele der inneren Energie von Lithium-Akkus:

Kategorie Beispiel Spannung Innere Energie
Pocket-Kamera Olympus Tough TG-5 3.6 V 4.9 Wh
Kleine Spiegelreflexkamera Canon 6D 7.2 V 13 Wh
Camcorder Canon Legria HF G40 7.4 V 13 Wh
Grosse Spiegelreflexkamera Canon 1Dx 11.1 V 28 Wh
Drohne dji Mavic Pro 11.4 V 43.6 Wh
Laptop Acer Aspire 5 10.8 V 47 Wh
Laptop Acer Aspire V17 Nitro 11.4 V 51 Wh

Hauptziel meines Besuches war die Firma Seabridge die mein Wohnmobil für die erste Überseereise nach Neuseeland (ab Zeebrugge, Belgien oder Bremerhaven, Deutschland) verschiffen wird. Leider gibt die Reederei den Fahrplan frühstens 3 Monate vor Abfahrt bekannt. Da das Wohnmobil Anfang Oktober ankommen soll, wird der Fahrplan frühestens Anfang Juli bekannt sein. Pro Monat fahren zwei bis drei Schiffe nach Neuseeland. Die Rückreise kann auch erst frühstens 3 Monate vor der Rückverschiffung geplant werden.

Bedingung für die Verschiffung eines Fahrzeugs ausserhalb Europas ist ein «Carnet de Passages en Douane (CPD)», es erlaubt die zollfreie Einfuhr. Das Gesuch kann beim TCS eingreicht werden. Die zu hinterlegende Kaution beträgt mindestens CHF 3’000.- und kann bis zu 100% des aktuellen Wertes des Fahrzeuges betragen.

Empfohlen wird die Ausstellung eines «Internationalen Führerausweises», dieser kann bei den meisten Kontaktstellen des TCS oder beim Strassenverkehrsamt bezogen werden.

Die Firma Seabridge bietet Adapter für den Anschluss der Gasflaschen an.

 

 

Auf der Reise nach Südfrankreich und Spanien habe ich sie sehr vermisst: eine Markise. Diese schützt nicht nur vor der Sonne, sondern auch vor Regen. Mit der Thule Omnistore 5200 bin ich gut bedient.

Da ich auf meinen Reisen oft alleine unterwegs bin, ist eine Rückfahrkamera unerlässlich. Im weiteren ist in abgelegenen Gebieten der Empfang eines Radiosenders in guter Qualität oft ein Problem und da kommt es sehr gelegen auf die eigene Musik zurück greifen zu können. Auch Navigation und Freisprechanlage wollte ich nicht verzichten.

All diese Funktionen bietet das Infotainment- und Naviationssystem ZENEC Z-E4626 in einem Gerät.

Der einsame See wäre da, was fehlt ist das Boot um eine Fahrt zu geniessen. Die Lösung: ein aufblasbares Kayak das wenig Platz braucht und im Camper verstaut werden kann. Die Firma Sea Eagle Boats bietet als eine der ersten ein solches Kajak an. Es wird als Ein- und Doppelsitzer angeboten und hat eine verstärkte Front- und Heckpartie. Der Einsitzer ist in 15 Minuten aufgebaut, 393 x 71 cm gross und kann mit max. 227 kg (Mensch und Material) beladen werden; die Staumass ist 56 x 56 x 30.5 cm und das Staugewicht 12.7 kg.