Eine spezielle Unterkunft hatte ich in Kuaotunu. Den Tipp hatte ich von Sonja, die ich bei Reisen in Afrika kennen gelernt habe. Ihre ehemalige Englischlehrerin und ihr Mann vermieten via airbnb ein «Bush Studio Apartment». Ich bin zwar nicht im Appartment übernachtet, aber auch die Dachwohnung war etwas ganz spiezielles.

Von Whitianga aus gelange ich mit der Passagierfähre auf die andere Seite und nach einem Marsch via Flaxmill Bay zum Aussichtspunkt auf den Shakespeare Cliffs; ein steiler Pfad führt weiter zur Lonely Bay.

Von der Hahei Beach führt ein Weg zur weltbekannten «Cathedral Cove» die chronisch von Menschen überfüllt ist. Auf dem Weg führen Abzweigungen zur «Gemstone Bay» und zur «Stingray Bay»; dort ist es wesentlich ruhiger und durchaus wert einen Halt einzulegen.

Für die nächsten Tage ist für die Coromandel Halbinsel Dauerregen angesagt und ich fahre deshalb Richtung Süden nach Rotorua. Dort werde ich mit schwefliger Luft und überall aufsteigendem Dampf empfangen. Der Himmel verdunkelt sich doch es bleibt Zeit das «Thermal Wonderland» in «Wai-O-Tapu» zu besuchen. Man fühlt sich in die Zeit der Entstehung der Erde zurückversetzt. Fauliger Geruch, überall blubbert es aus Erdlöchern denen man lieber fernbleibt, die Bäume sind überzogen von orangen Algen, in und über dem Wasser sind alle Farben des Regenbogens zu sehen und schliesslich landet man bei einem See der in schönstem Grün erstrahlt.

Am nächsten Tag setzt der Regen ein und es schüttet die nächsten fünf Tage beinahe ununterbrochen. Immerhin ist danach mein Wohnmobil sauber geputzt wie selten und ich bin bereit für die Weiterreise.

Die ursprüngliche Siedlung von Rotorua hiess Ohinemutu und ist heute eine Maori-Siedlung die man kostenlos besuchen kann. Ein Besuch wert ist auch auch der «Kuirau Park», überall liegt ein schwefliger Geruch in der Luft und es dampft aus der Erde.

In der Nähe von Taupo liegt der «Craters of the Moon Thermal Walkway». Im stündigen Rundgang bewegt man sich auf einer geothermischen Umgebung die sich an der Oberfläche der Erde befindet.

Nach ein paar Tagen Entspannung bei meinen Freunden Gaby und Tom Weber geht die Reise weiter auf die Insel «Tiritiri Matangi». Diese kleine Insel im Hauraki Golf kann per Schiff entweder von Auckland oder von Gulf Harbour erreicht werden. Die Fahrt ist teuer aber sie lohnt sich, denn in diesem Naturschutzgebiet sind gefährdete Pflanzen und Tiere zu sehen. Ich habe versucht Vögel zu fotografieren, was im dichten Wald nicht so einfach ist.

Für den folgenden Tag bei der Kolonie der australischen Tölpel in Muriwai habe ich einen eigenen Beitrag erstellt.

Von der Muriwai Beach ist es nur eine kurze Fahrt zum «Goldie Bush Walkway». Auch hier muss wegen des Sterbens der Kauri-Bäume das Schuhwerk gereinigt und danach mit einer Flüssigkeit besprüht werden die die Sporen vernichten soll. Die gesamte Wanderung kann ich allerdings nicht machen, denn für die mehrmaligen Flussdurchquerungen bin ich nicht vorbereitet. Bei der nahegelegenen «Bethells Beach» geniesse ich ein spätes Mittagessen und das Rauschen des Meeres. Am Abend komme ich bei der «Piha Beach» an, besteige einen Teil des Lion Rock (der obere Teil ist gesperrt) und geniesse einen wunderbaren Sonnenuntergang an der «Piha Beach».

Auch zur «Karekare Beach» ist der Weg nicht weit. Hier wurden Teile des Filmes «The Piano» gedreht und der Andrang ist deshalb auch vergleichbar gross. Nach der Besteigung des Aussichtspunktes kann ich bei den diversen Wasserfällen den Graufilter testen.

Die «Whatipu Beach» am nächsten Tag ist meist menschenleer. Dies hat zum einen mit der Anfahrt zu tun die nicht befestigt ist (Gravel Road) und zum anderen weil erst ein recht langer Marsch zum Strand führt. Ich werde dafür mit einem weitläufigen, schwarzem Sandstrand belohnt. Mit etwas Neugier kann man auch Überreste der Bahnanlage sehen die ab 1870 für den Transport von abgeholzten Kauri-Bäumen genutzt wurde.

Die Wanderung am kommenden Tag im «Waitawa Regional Park» führt durch Wälder und über Farmland, bietet wunderbare Ausblicke auf die «Kawakawa Bay» und wird begleitet von Vogelgezwitscher.

Nach dem Besuch der «Hunua Falls» mache ich in Auckland Halt bei Jean und Keith die ich vor zehn Jahren bei meiner ersten Neuseelandreise kennengelernt habe.

Thames ist der erste Halt auf der Coromadel Halbinsel. Die Stadt entstand aufgrund des Goldrausches der mit dem ersten Goldfund im Jahr 1867 begann. Auf dem Rocky’s Path Tararu kann man einige Überbleibsel aus dieser Zeit finden.

Im «Karangahake Gorge» ist noch wesentlich mehr von der Goldeuphorie ab dem Jahr 1875 zu sehen; Reste der Goldverarbeitungsanlagen, Geleise der Eisenbahn, begehbare Tunnel und Hunderte Meter verlegter Rohre. Der Aufwand für die riesigen Anlagen hat sich gelohnt, denn alleine aus den Talisman- und Crown-Minen wurden 114 Tonnen Gold gewonnen.

Nach dem etwas trüben Wetter ist die Sonne zurückgekehrt. An den folgenden beiden Tagen geniesse ich fast menschenleere Strände an der Orokawa und «Homunga Beach».

 

 

Nachdem die erste Woche mit strahlendem Wetter glänzte, erlebe ich Neuseeland auch von der regnerischen und stürmischen Seite. Als erstes gibt es ausgiebig Regen und danach einen Sturm bei dem ich mich kaum auf den Beinen halten kann, kein Wunder bei Geschwindigkeiten von bis zu 100 km/h.

Bevor das Wetter sich verschlechtert, besuche ich den St. Pauls Rock. Der kurze, aber steile Aufstieg wird belohnt mit einer atemberaubenden Aussicht auf die Whangaroa Bay. Auch beim Besuch der Maitai Bay und der nahegelegenen Merita Beach ist das Wetter noch einigermassen trocken. An den beiden folgenden Tagen kann ich bei Regen die Büroarbeiten erledigen und das Wohnmobil in Schluss bringen.

Vom Gipfel des Pukehe Hill, einem inaktiven und völlig von Gorse (stachliges Unkraut) bewachsenen Vulkanhügel, geniesst man einen Blick auf den weissen Sandstrand an der Karikari Moana und in die Sumpfgebiete der Karikari Halbinsel.

An verschiedenen Haltpunkten der 90 Mile Beach macht mir vor allem der Sturm zu schaffen. Der Sand peitscht mir mit bis zu 100 km/h ins Gesicht, vorwärts gehen ist nicht möglich also umdrehen und versuchen ob es rückwärts klappt. In Waipapkauri fahre ich einige Meter mit meinem Wohnmobil am Strand, ohne Bedenken da auch die Touristenbusse dort fahren. Auf der Te Paki Stream Access Road gelangt man zu den riesigen Sanddünen, die man besteigen und mit Hilfsmitteln seiner Wahl auf dem Sand runtergleiten kann. Auf dem gut besuchten Tapotupotu Campsite, dem nördlichsten in Neuseeland, verbringe ich eine stürmische Nacht.

Am nächsten Tag steht eigentlich der Te Werahi Loop Track auf dem Plan. Die Te Werahi Beach gefällt mir aber so gut, dass ich ihr entlang gehe, schliesslich beim Cape Reinga lande und deshalb noch vier Kilometer zum Auto zurück auf der Strasse zurück legen muss. Bei besserer Planung hätte ich das Fahrrad zu Beginn beim Cape Reinga deponiert. Alle Anstrengungen sind vergessen, wenn ich an die überwältigende Natur denke.

Bei der Fahrt entlang des Hokianga Harbour lande ich im kleine Dorf Kohukohu, einem historischen Ort und früherem Zentrum der Holzindustrie. Ein Schild «New Zealand’s oldest bridge» macht mich neugierig. Nach längerer Suche finde ich sie: eine Fussgängerbrücke von ein paar Metern Länge. Ich fahre inklusive Wohnmobil ein zweites Mal mit der Fähre und schaue mir die Koutu Boulders an, diese sind zwar nicht so bekannt wie die Moreaki Boulders, aber um einiges grösser. In der Nacht kann ich mit der Taschenlampe bewaffnet auf dem Campingplatz Glühwürmchen und gefrässige Aale beobachten.

Am kommenden Tag schaue ich mir die Kauri-Bäume im «Trounson Kauri Park» an. James Trounson hat diesen Wald mit den Worten “I am only too glad to be able to hand on this bush to the Government for the pleasure of the people” der Allgemeinheit übergeben und für mich ist es eine wunderbare Gelegeheit die Kauris aus nächster Nähe zu bestaunen.

Die ersten sechs Tage bei der Erkundung der Nordinsel Neuseelands sind geprägt durch atemberaubende Wanderungen und von bestem Wetter.

Am ersten Tag komme ich zufällig an einem Kaffee mit dem Namen «Parakao Store & Garage». Ein illustrer Laden wo viele verrostete Oldtimer zu finden sind und über Mittag (es ist Sonntag) Live-Musik gespielt wird.

Die Wanderung am Tag darauf führt mich zum «Whangaruru North Head Scenic Reserve», dieser führt durch ausgedehnte Wälder und endet bei einem Triangulationspunkt mit einem 360 Grad Panorama.

Weiter geht die Reise nach Russell. In der Stadt sind viele Häuser im viktorianischen Stil zu sehen und macht einen sehr aufgeräumten Eindruck. Dies muss Anfang des 19. Jahrhunderts anders gewesen sein, denn damals wurde die Stadt das «Höllenloch des Pazifiks» genannt und war geprägt von vielen düsteren Gesellen. Die Wanderungen zum «Flagstaff Point» und «Tapeka Point» werden belohnt mit wunderbarer Aussicht auf die Bay of Islands. Ich steure ich mein Wohnmobil das erste Mal auf eine Fähre von Okiato nach Opua. Ziel ist das «Aroha Kiwi Preserve» wo ich am Abend mit roter Taschenlampe bewaffnet einen Kiwi sichten möchte. Ich höre ihn zwar aber zu sehen bekomme ich ihn nicht.

Das nächste Ziel sind die «Rainbow Falls». Hinter dem eindrücklichen Wasserfall befindet sich eine Höhle die so gross ist, dass man dort sogar Frisbee spielen kann. Es lohnt sich zudem den Weg entlang des Kerikeri River durch die Kauri-Wälder weiter zu gehen.

Am besten hat mir bisher «Mahinepua Peninsula Track» gefallen. Es geht zwar auf und ab, aber jeder Meter ist es wert und man wird belohnt mit atemberaubenden Aussichten.

Nachdem ich in Auckland das Problem mit der Elektrik des Wohnmobils lösen konnte, habe ich mich auf den Weg zu meinen Freunden Gaby und Tom Weber nach Whangarei gemacht. Ich konnte ihre zuvorkommende Gastfreundschaft geniessen, staunen was die beiden in den letzten Jahren auf ihrem Grundstück geleistet hatten, Tagesausflüge unternehmen, Reiseliteratur studieren, meine Drohne fliegen lassen und das Zusammensein geniessen.

Am 21. Oktober 2018 werde ich mit der Erkundung der Nordinsel beginnen.

Auf der Suche nach der optimalen Strassenroute durch die USA bin ich auf einen interessanten Artikel von Randal S. Olson gestossen. Der Wissenschaftler der sich mit Künstlicher Intelligenz beschäftigt, hat sich zu Ziel gesetzt eine Route durch die USA zu berechnen die folgende Punkte erfüllt:

  1. Die Route muss durch alle 48 Bundesstaaten der USA führen (ohne Alaska und Hawaii)
  2. Es soll Halt gemacht werden an nationalen Naturdenkmälern, nationalen historischen Orten, Nationalparks und nationalen Gedenkstätten gemacht werden
  3. Die Reise soll mit dem Auto gemacht werden und die USA dürfen nicht verlassen werden

Aus den folgenden Sehenswürdigkeiten

  1. Grand Canyon, AZ
  2. Bryce Canyon National Park, UT
  3. Craters of the Moon National Monument, ID
  4. Yellowstone National Park, WY
  5. Pikes Peak, CO
  6. Carlsbad Caverns National Park, NM
  7. The Alamo, TX
  8. The Platt Historic District, OK
  9. Toltec Mounds, AR
  10. Elvis Presley’s Graceland, TN
  11. Vicksburg National Military Park, MS
  12. French Quarter, New Orleans, LA
  13. USS Alabama, AL
  14. Cape Canaveral Air Force Station, FL
  15. Okefenokee Swamp Park, GA
  16. Fort Sumter National Monument, SC
  17. Lost World Caverns, WV
  18. Wright Brothers National Memorial Visitor Center, NC
  19. Mount Vernon, VA
  20. White House, Washington, DC
  21. Colonial Annapolis Historic District, MD
  22. New Castle Historic District, Delaware
  23. Cape May Historic District, NJ
  24. Liberty Bell, PA
  25. Statue of Liberty, NY
  26. The Mark Twain House & Museum, CT
  27. The Breakers, RI
  28. USS Constitution, MA
  29. Acadia National Park, ME
  30. Mount Washington Hotel, NH
  31. Shelburne Farms, VT
  32. Fox Theater, Detroit, MI
  33. Spring Grove Cemetery, OH
  34. Mammoth Cave National Park, KY
  35. West Baden Springs Hotel, IN
  36. Abraham Lincoln’s Home, IL
  37. Gateway Arch, MO
  38. C. W. Parker Carousel Museum, KS
  39. Terrace Hill Governor’s Mansion, IA
  40. Taliesin, WI
  41. Fort Snelling, MN
  42. Ashfall Fossil Bed, NE
  43. Mount Rushmore, SD
  44. Fort Union Trading Post, ND
  45. Glacier National Park, MT
  46. Hanford Site, WA
  47. Columbia River Highway, OR
  48. San Francisco Cable Cars, CA
  49. San Andreas Fault, CA
  50. Hoover Dam, NV

ist folgende Karte entstanden:

Route USA

Unter folgendem Link ist die interaktive Karte zu finden.

Google Maps lässt nur 10 Wegpunkte zu, deshalb hier die Aufteilung der Strecke in 6 Abschnitte:

  1. Grand Canyon bis Graceland
  2. Graceland bis Mount Vernon
  3. Mount Vernon bis USS Constitution Museum
  4. USS Constitution Museum bis Lincoln Home
  5. Lincoln Home bis Glacier Nationalpark
  6. Glacier Nationalpark bis Grand Canyon

Eine weitere Karte ist aus der Fragestellung nach populären Städten entstanden:

Route USA Städte

Hier der Link zur interaktiven Karte.

Es sind dies:

  1. Oklahoma City, Oklahoma
  2. Wichita, Kansas
  3. Denver, Colorado
  4. Albuquerque, New Mexico
  5. Phoenix, Arizona
  6. Las Vegas, Nevada
  7. San Francisco, California
  8. Portland, Oregon
  9. Seattle, Washington
  10. Boise, Idaho
  11. Park City, Utah
  12. Jackson, Wyoming
  13. Billings, Montana
  14. Sioux Falls, South Dakota
  15. Omaha, Nebraska
  16. Des Moines, Iowa
  17. Minneapolis, Minnesota
  18. Milwaukee, Wisconsin
  19. Chicago, Illinois
  20. Indianapolis, Indiana
  21. Louisville, Kentucky
  22. Columbus, Ohio
  23. Detroit, Michigan
  24. Cleveland, Ohio
  25. Manchester, New Hampshire
  26. Portland, Maine
  27. Boston, Massachusetts
  28. Providence, Rhode Island
  29. New Haven, Connecticut
  30. New York City, New York
  31. Ocean City, New Jersey
  32. Philadelphia, Pennsylvania
  33. Wilmington, Delaware
  34. Baltimore, Maryland
  35. Washington, D.C.
  36. Virginia Beach, Virginia
  37. Charlotte, North Carolina
  38. Charleston, South Carolina
  39. Orlando, Florida
  40. Atlanta, Georgia
  41. Nashville, Tennessee
  42. Birmingham, Alabama
  43. Jackson, Mississippi
  44. New Orleans, Louisiana
  45. Houston, Texas
  46. Little Rock, Arkansas
  47. Branson, Missouri

Aus diesen Informationen werde ich mir meine Route zusammenstellen. Die Verschiffung des Wohnmobils durch Seabridge erfolgt einerseits nach Halifax, Kanada (dann würde meine USA-Reise in Seattle starten) oder nach Baltimore, USA.