Im Gebiet der kristallklaren Seen

Das erste Ziel im «Fjordland-Nationalpark» ist ein Teil des «Kepler Track». An der «Shallow Bay» am «Lake Manapouri» habe ich eine wunderbare Sicht auf die Berge des Fjordland-Nationalparks. Zum Glück habe ich mich gut mit dem Mittel gegen die berüchtigten «Sandflies» eingerieben, denn diese sind hier zahlreich vorhanden.

Nach einem verregneten Tag zeigt sich die Sonne wieder und ich mache mich auf zum «Milford Sound». Schon die Strecke von «Te Anau» bis dahin ist einmalig, umso mehr wenn das Wetter stimmt. Auf dem Spaziergang am «Freshwater Basin» kann ich die Schönheit des «Milford Sound» geniessen. Auf dem Rückweg besteige ich auf einem Teil des «Routeburn Track» den «Key Summit». Von dort aus geniesse bei strahlendem Wetter die Aussicht auf den «Mount Christina» und die umliegenden Berge.

Am Tag darauf wäre der «Lake Marian Track» geplant gewesen, aber bereits zu Beginn setzt der Regen ein. Da der Weg recht anspruchsvoll ist, verzichte ich darauf bis zum See zu gehen und begnüge mich mit dem «Gantry» (den Stromschnellen des Baches).

Die Reise führt mich weiter nach Queenstown. Der «Kelvin Peninsula Loop Track», abseits der Hektik der Stadt, lässt sich zu Fuss oder mit dem Fahrrad bewältigen, ich wähle diesmal den Drahtesel.

Eine steile Strasse mit wunderbarer Aussicht führt nahe Queenstown in das Skigebiet «The Remarkables». Ein erstes Ziel ist das «Lake Alta», dessen Wasser für die Fütterung der Schneekanonen im Winter dient. Um zum «Shadow Basin Outlook» zu gelangen, werde ich für eine Stunde zum Kletterwanderer. Die Belohung ist eine traumhafte Aussicht auf den «Lake Wakatipu» und die umliegende Bergwelt. Am Abend treffe ich einen früheren Arbeitskollegen zu einem Bier. Er ist in Neuseeland per Bus unterwegs.

Nach zwei Regentagen kann ich meine Erkundungen weiterführen. Die Fahrt von Queenstown nach Glenorchy ist ein Augenschmaus. Ein Wanderweg führt kurz vor Glenorchy zu der «Glenorchy Scheelite Battery». In dieser Mine wurde früher Scheelit abgebaut, das zu Edelsteinen oder zu Gewinnung von Wolfram genutzt werden kann. Von der Mine habe ich eine wunderbare Aussicht auf den «Lake Wakatipu».

Nach einem Morgen mit Nebel starte ich erst am Nachmittag zu einem Ausflug. Der «Jack’s Point Track» liegt unweit von Queenstown, führt auf einen Grashügel und bietet einen eindrucksvollen Panoramablick.

Das heutige Ziel ist ein Teil des «Rees-Dart Track». Der Weg führt nach Glenorchy über eine Schotterstrasse und mehrere Flussbettpassagen zu einem Ort namens Paradise. Die Passagen haben es in sich, dies zeigt auch ein Hinweisschild «Vehicle damage possible» bereits zu Beginn. Bei der letzten Flussüberquerung muss ich passen und es bleibt eine eindrückliche Morgenstimmung am «Diamond Lake».

Die Reise geht weiter von Queenstown nach Wanaka. Unterwegs mache ich Halt in der Geisterstadt Bendigo, einem Relikt aus der Zeit des Goldrausches. Ich erklimme die steile Schotterstrasse, die eigentlich für Wohnmobile nicht geeignet ist, schaue mir die steinernen Überreste der Häuser und die rostenden Werkzeuge an. Die Aussicht auf die darunterliegende Ebene und die Bergzüge dahinter ist grandios, aber die Arbeit in der Mine muss hart gewesen sein.

Heute möchte ich Gebirgsluft schnuppern. Die Überquerung der kleinen Bäche mit dem Wohnmobil sind diesmal kein Problem und ich kann den «Rob Roy Valley Track» in Angriff nehmen. Die Temperaturen sind bereits wieder recht hoch, werden im Wald etwas erträglicher wo sich ab und zu ein Kea blicken lässt. Die Anstrengung wird mit einer gewaltigen Bergkulisse belohnt: auf der linken Seite der 300 Meter hohe Wasserfall, oben der «Rob Roy»-Gletscher und darunter seine unzähligen Wasserfälle.

An meinem Geburtstag mache ich keine grossen Sprünge. Ich fahre am Nachmittag an die «Bottom Bay» am «Lake Hawea» und geniesse die Stille an diesem menschenleeren Ort. Ab und zu finde ich auch in Neuseeland ein vernünftiges Brot. Diesmal ist es ein italienisches Pugliese das ich gegen Abend mit Blauschimmelkäse und einem Pinot Gris geniesse. Danach gönne ich mir am warmen und sonnigen Abend auf dem Campingplatz ein gutes Stück Fleisch mit grilliertem Gemüse.

Ein schwieriger Aufstieg erwartet mich am nächsten Tag beim «Diamond Lake & Rocky Mountain Walk». Neben dem zum Teil recht steilen Weg sind auch kleinere Kletterpartien nötig. Der Aufwand wird belohnt mit einer traumhaften Aussicht auf das Delta des «Matukituki River», den «Lake Wanaka» und den «Roy’s Peak».

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