In Auckland hatte es vielversprechend begonnen, ich hatte Zugriff auf das Internet via DSL-Festnetzanschluss. Ich konnte die Fotos zügig hochladen, die Büroarbeiten problemlos erledigen und sogar online mein geliebtes «Echo der Zeit» anhören. Nach ein paar Tagen war der DSL-Anschluss unterbrochen, drei Tage lang geschah nach meiner Anfrage bei der Verwaltung des Appartments nichts. Dann brachte mir eine Mitabreiterin einen Router mit Verbindung zum Mobilnetz, doch das gelieferte Passwort funktionierte nicht. Da ich am übernächsten Tag abreiste, reklamierte ich nicht.

Ich griff zum meinem sykroam Solis das über einen 4G-Zugang verfügt. Die Verbindung klappte und zu Beginn sah alles rosig aus. Dann die Ernüchterung: nach kurzer Zeit war die Bandbreite massiv zusammengefallen, im Fachjargon heisst dies Drosselung; man will bei den Telecom-Firmen keine langandauernde Verbindungen oder lässt nur bestimmte Datenvolumen zu.

Besonders störend war dies im Norden der Nordinsel Neuseelands. An das Streamen des «Echo der Zeit» war gar nicht zu denken, der Download der 20 Megabyte grossen Datei (dies entspricht einer Rohdatei eines Bildes in meiner Spiegelreflexkamera) dauerte 10 bis 20 Minuten. Das Hochladen einer 2 Megabyte grossen Datei auf Smugmug (dort publiziere ich die Bilder meiner Reise auf der Nordinsel Neuseelands) kann schon mal fünf Minuten dauern, wenn es denn klappt.

Leicht nachvollziehbar ist dies bei Filmen noch eine Grössenordnung schwieriger. Das Hochladen des Youtube-Films mit der Drohne bei meinen Freunden Gaby und Tom hat dreieinhalb Stunden gedauert und sie verfügen über einen vergleichsweise schnellen Internetzugang.

Nicht nur das Fotografieren eines Bildes ist demnach mit Aufwand verbunden, sondern auch das Hochladen aufs Internet. Trotzdem setze ich natürlich alles daran täglich neue Bilder hochzuladen. Resümee: die Geschwindigkeit des Internetzugangs in der Schweiz kann man nicht in aller Welt erwarten.

2 Kommentare
  1. Anjta
    Anjta sagte:

    Hallo Fredy

    Es het wieder sehr schöni Fotos gäh, bi dir. Danke. Da gloubt me gar nid, dass das so ufwändig
    isch, die ufs Internet z lade. I hoffe, du gniessisch das wunderschöne Land, trotz dene
    Unannehmlichkeiten.
    Bis bald

    Liebe Gruess Anjta

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