Nach ein paar Tagen Entspannung bei meinen Freunden Gaby und Tom Weber geht die Reise weiter auf die Insel «Tiritiri Matangi». Diese kleine Insel im Hauraki Golf kann per Schiff entweder von Auckland oder von Gulf Harbour erreicht werden. Die Fahrt ist teuer aber sie lohnt sich, denn in diesem Naturschutzgebiet sind gefährdete Pflanzen und Tiere zu sehen. Ich habe versucht Vögel zu fotografieren, was im dichten Wald nicht so einfach ist.

Für den folgenden Tag bei der Kolonie der australischen Tölpel in Muriwai habe ich einen eigenen Beitrag erstellt.

Von der Muriwai Beach ist es nur eine kurze Fahrt zum «Goldie Bush Walkway». Auch hier muss wegen des Sterbens der Kauri-Bäume das Schuhwerk gereinigt und danach mit einer Flüssigkeit besprüht werden die die Sporen vernichten soll. Die gesamte Wanderung kann ich allerdings nicht machen, denn für die mehrmaligen Flussdurchquerungen bin ich nicht vorbereitet. Bei der nahegelegenen «Bethells Beach» geniesse ich ein spätes Mittagessen und das Rauschen des Meeres. Am Abend komme ich bei der «Piha Beach» an, besteige einen Teil des Lion Rock (der obere Teil ist gesperrt) und geniesse einen wunderbaren Sonnenuntergang an der «Piha Beach».

Auch zur «Karekare Beach» ist der Weg nicht weit. Hier wurden Teile des Filmes «The Piano» gedreht und der Andrang ist deshalb auch vergleichbar gross. Nach der Besteigung des Aussichtspunktes kann ich bei den diversen Wasserfällen den Graufilter testen.

Die «Whatipu Beach» am nächsten Tag ist meist menschenleer. Dies hat zum einen mit der Anfahrt zu tun die nicht befestigt ist (Gravel Road) und zum anderen weil erst ein recht langer Marsch zum Strand führt. Ich werde dafür mit einem weitläufigen, schwarzem Sandstrand belohnt. Mit etwas Neugier kann man auch Überreste der Bahnanlage sehen die ab 1870 für den Transport von abgeholzten Kauri-Bäumen genutzt wurde.

Die Wanderung am kommenden Tag im «Waitawa Regional Park» führt durch Wälder und über Farmland, bietet wunderbare Ausblicke auf die «Kawakawa Bay» und wird begleitet von Vogelgezwitscher.

Nach dem Besuch der «Hunua Falls» mache ich in Auckland Halt bei Jean und Keith die ich vor zehn Jahren bei meiner ersten Neuseelandreise kennengelernt habe.

Thames ist der erste Halt auf der Coromadel Halbinsel. Die Stadt entstand aufgrund des Goldrausches der mit dem ersten Goldfund im Jahr 1867 begann. Auf dem Rocky’s Path Tararu kann man einige Überbleibsel aus dieser Zeit finden.

Im «Karangahake Gorge» ist noch wesentlich mehr von der Goldeuphorie ab dem Jahr 1875 zu sehen; Reste der Goldverarbeitungsanlagen, Geleise der Eisenbahn, begehbare Tunnel und Hunderte Meter verlegter Rohre. Der Aufwand für die riesigen Anlagen hat sich gelohnt, denn alleine aus den Talisman- und Crown-Minen wurden 114 Tonnen Gold gewonnen.

Nach dem etwas trüben Wetter ist die Sonne zurückgekehrt. An den folgenden beiden Tagen geniesse ich fast menschenleere Strände an der Orokawa und «Homunga Beach».

 

 

14 Kommentare
  1. Daniel Rubin
    Daniel Rubin sagte:

    Hallo Freddy
    Wie ich gelesen und deine Bilder bestaunen durfte, hast du wieder sehr schöne Erlebnisse gehabt. Es muss wirklich eine sehr beeindruckende, vielfältige Gegend sein. Deine Bilder inspirieren. Vom Goldrausch in früheren Jahren wusste ich nichts. Es ist aber schon beeindruckend zu hören wieviele Tonnen dort gewonnen wurden.
    Was mir auch gefällt sind die verschiedenartigen Vogelarten, die du mit deiner Kamera wunderbar dokumentieren konntest. Ebenfalls sehr interessant sind sicher auch die vielen schönen Strände und Buchten, sowie die Wasserfälle, die mich immer begeistert haben.
    Nun wünsche ich dir weiterhin viele spannende Erlebnisse.

    Liebe Gruess
    Dänu

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    • Manfred Schär
      Manfred Schär sagte:

      Hallo Daniel
      Es bestehen heute Bestrebungen wieder mit dem Goldschürfen zu beginnen. Da aber die heutigen Vorkommen nicht mehr so ergiebig sind, müssten wohl ganze Hügelzüge abgetragen werden und da regt sich starker Widerstand. Überall in Coromandel gibt es Schilder “No mining”-Schilder.
      Wenn du schöne, einsame Strände suchst, dann bist du in Neuseeland richtig. Oft war ich alleine, denn es ist nun Vorsaison. Der grosse Run kommt um Weihnachten bis Ende Januar.
      Liebe Grüsse
      Manfred

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    • Manfred Schär
      Manfred Schär sagte:

      Hallo Albert
      Das freut mich! Nach einigen Tagen mit Dauerregen werde ich die Reise Morgen fortsetzen.
      Liebe Grüsse
      Manfred

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  2. Elsbeth Stalder
    Elsbeth Stalder sagte:

    Mit Begeisterung lese und verfolge auch deine interessenten Berichte und die einzigartigen Bider von diesem so schönen Land durfte es auch einmal bereisen leider nicht so intensiv darum liebe ich deine Berichte danke Manfred und lieber Gruss Elsbeth

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    • Manfred Schär
      Manfred Schär sagte:

      Hallo Elsbeth
      Es freut mich, dass dir Bilder dir gefallen. Zur Zeit stecke ich in Rotorua in einer Regenperiode fest, aber Morgen geht es weiter um motiviert von deinem Kommentar neue Gegenden zu erkunden.
      Liebe Grüsse
      Manfred

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  3. Roland Stucki
    Roland Stucki sagte:

    Super ich staune wie wunderschön es auf dieser Weld ist.
    Ich wünsche Dir alles gute auf der weitern Reise.
    Es grüessli aus der Schweiz
    Roland

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    • Manfred Schär
      Manfred Schär sagte:

      Hallo Roland
      Auch ich staune immer wieder wenn ich an diesen Orten bin und inne halte. Ich bin noch immer neugierig und gespannt worüber ich noch staunen darf.
      Liebe Grüsse
      Manfred

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  4. Renate
    Renate sagte:

    halloManfred
    Danke für die wunderschönen Fotos und Videos sowie die interessanten Berichte aus Neuseeland!
    Weiterhin viele interessanten Begegnungen und alles Gute!

    Renate

    Antworten
    • Manfred Schär
      Manfred Schär sagte:

      Hallo Renate
      Besten Dank. Mein bestes Mittel für die Kontaktaufnahme ist das Wohnmobil. Diese Art von Kastenwagen (Mercedes Sprinter 316) als Wohnmobil ist hier in Neuseeland sehr selten und ich werde zudem immer wieder angesprochen was den CH bedeute, wie lange der Transport gedauert habe, was es gekostet habe und wie ich auf die Idee gekommen sei das Wohnmobil zur verschiffen.
      Liebe Grüsse
      Manfred

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  5. Markus Hürlimann
    Markus Hürlimann sagte:

    Lieber Manfred
    Danke, dass du uns auf dem Laufenden hältst. Deine Bilder sind der Hammer und ich verfolge sehr gerne deine Berichte und erinnere mich an unsere Zeit in Neuseeland anfangs der 90er Jahre. Liebe Grüsse aus der Schweiz und weiterhin viele tolle Abenteuer und Bilder.
    Markus

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  6. Heinz Sommer
    Heinz Sommer sagte:

    Tschau Manfred, soeben haben wir uns Zeit genommen deine Reise weiter zu verfolgen und dabei natürlich deine tollen Bilder zu geniessen. Was uns noch interessieren würde ist, was Du mit deinem all geschürften Gold machen wirst:-)???? Kommt übrigens am 6. Dezember der “Samichlaus” bei dir zu einem Umtrunk auch vorbei:-)? Liebe Grüsse Heinz und Trudi

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    • Manfred Schär
      Manfred Schär sagte:

      Hallo zäme
      Ich habe mir natürlich beim Fluss eingebildet Gold zu sehen – aber eben nur Einbildung. Mit Goldwaschen kommt man übrigens hier nicht weit. Das Gold muss in einem aufwändigen Prozess mit grossem Gerät aus dem Quarz extrahiert werden. Ich schürfe digitales Gold – meine Bilder 🙂 Samichlaus habe ich keinen getroffen oder vielleicht habe ich ihn nicht erkannt, er würde hier wohl mit kurzen Hosen, T-Shirt und Sonnerbrille rumlaufen.
      Liebe Grüsse
      Manfred

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